Maghreb (MAG)

Die Maghreb-Staaten sind nur durch das Mittelmeer, im Fall von Marokko nur wenige km von Europa getrennt. Das schafft wechselseitige regionale Abhängigkeiten und ein enges nachbarschaftliches Beziehungsgeflecht sowohl zur EU wie zu Deutschland und anderen EU-Mitgliedstaaten. Vor diesem Hintergrund und um zukünftige Kooperationen zu fördern, sind Deutschland und die EU an der Stabilität, der nachhaltigen Prosperität und der weiteren rechtstaatlichen Entwicklung ihrer Regionalnachbarn sehr interessiert.

Während eines dreiwöchigen Aufenthaltes lernen Diplomaten und Diplomatinnen aus Algerien, Marokko und Tunesien die Funktions- und Arbeitsweise der Bundesregierung und die Grundlagen der deutschen verfassungsrechtlichen Ordnung kennen. Exkursionen in Bundesländer, darunter in eines der neuen Bundesländer, geben vertieften Einblick in föderalistische Ordnung der Bundesrepublik.
Übergreifende im Lehrgang vertiefte Themen sind neben deutscher Kultur und Geschichte die deutsche Nahost- und Afrika-Politik, EU-Politiken und die Arbeit von EU-Institutionen. Darüber hinaus wird den Teilnehmenden Deutschlands Rolle innerhalb der EU und die deutsche Programmatik mit Bezug auf die bevorstehende deutsche Mitgliedschaft als nicht ständiges Mitglied des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen vermittelt. Das deutsch-französische Verhältnis sowie generell grenzübergreifende Kooperation, wie beispielsweise im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, bei Energie- und Klimafragen oder bei der Migration von Flüchtlingen und der Prävention von Terrorismus stehen im Fokus von Vorträgen und Seminaren und sollen neue Gestaltungsräume im regionalen und multilateralen Kontext aufzeigen.

 

Das Programm umfasst auch eine Reihe berufspraktischer Kurse wie internationale Verhandlungsführung oder Mediationstraining.

Der Lehrgang findet auf Französisch statt.