Netzwerkorientierte Außenpolitik und Alumni-Betreuung

Bis heute haben mehr als 3000 Diplomaten und Führungskräfte aus rund 180 Staaten an unseren Programmen teilgenommen. Etwa 200 von ihnen sind derzeit an den Vertretungen ihrer Länder in Deutschland tätig, einige davon als Botschafter.  
Unsere Alumni bleiben für uns wichtige Ansprechpartner im In- und Ausland. Im Sinne einer netzwerkorientierten Außenpolitik setzen wir darauf, auch nach Abschluss der Lehrgänge gezielt Kontakt zu unseren Ehemaligen zu erhalten; dazu haben wir eine breite Palette an Instrumenten entwickelt, die es uns ermöglicht, dieses globale Netzwerk zu fördern und die Kontakte innerhalb des bestehenden Alumni-Netzwerks zu vertiefen.  

 

Neues vom Projekt „Vernetzte Diplomatie“

Das Alumniportal Deutschland bringt als weltweites soziales Netzwerk Alumni verschiedener deutscher Organisationen zusammen. Auch die Internationale Diplomatenausbildung nutzt dieses Angebot, um ihre Alumni miteinander zu vernetzen. Auswärtiges Amt und Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fördern das Alumniportal, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Alexander von Humboldt-Stiftung und das Goethe-Institut setzen es um.
Am 11. März trafen sich etwa 50 Vertreter verschiedener Einrichtungen, die das Alumniportal für ihre Netzwerkarbeit nutzen, in Berlin zu einer Konferenz über die Weiterentwicklung der Plattform. Als Verantwortliche für das Projekt „Vernetze Diplomatie“ der Internationalen Diplomatenausbildung diskutierte Gesa Giesing auf dem Podium zum Thema „Meine Alumni, Deine Alumni – Jeder für sich oder gemeinsam bei der internationalen Alumni-Betreuung mehr erreichen“. Zentral war die Frage, wie hier Abstimmung und Synergien verbessert, Dopplungen in Arbeit und Angebot verhindert und der gegenseitige Zugang zu Netzwerken erreicht werden können. Für Alumni in kleinen Ländern etwa können Angebote oft erst sinnvoll sein, wenn mehrere Organisationen sich zusammentun. Hierzu wurden verschiedene Modelle der internen Abstimmung und Kommunikation vorgestellt und diskutiert. Mittlerweile bereitet eine Arbeitsgruppe ein Instrument vor, welches den Partnern ermöglichen wird, sich mit einem Klick Überblick über die Angebote der anderen zu verschaffen. 
Das Projekt „Vernetzte Diplomatie“ bietet den Ehemaligen der Internationalen Diplomatenausbildung Angebote wie Regionaltreffen im Ausland, Veranstaltungen im Inland, Wiedereinladungsprogramme und verschiedene Publikation on- wie offline. Neben der Öffnung zu anderen Netzwerken ist eine weitere Aufgabe des Projekts, mehr Deutsche in dieses internationale Netzwerk einzubinden – vor allem Kolleginnen und Kollegen aus dem Auswärtigen Amt und seinen Auslandsvertretungen, aber auch ehemalige Programmassistentinnen und -assistenten sowie Alumni des Freiwilligendienstes „kulturweit“.
In einem zweiten Schwerpunkt sollen die Alumni ermutigt werden, noch mehr Eigeninitiative zu ergreifen und selbst Netzwerkaktivitäten, wie etwa regionale Stammtische, zu organisieren. Für solche Initiativen hält die Internationale Diplomatenausbildung sogenannte „Alumni-Funds“ bereit, deren Nutzung über die jeweilige Auslandsvertretung beantragt werden kann.